Das Italienische Kulturinstitut präsentiert in Zusammenarbeit mit Circolo Cento Fiori, Heuristic Associazione, Lions Club München-Mare Nostrum und Theatiner FilmKunst den Film „Quasi Grazia“ des Regisseurs Peter Marcias, der bei der Vorführung anwesend sein wird.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit dem Regisseur
Moderation: Vito Biolchini, Journalist
Quasi Grazia
Italien, Frankreich 2025, 80 Min., in Originalsprache mit englischen Untrtiteln
Sprachen: Italienisch, Sardisch, Englisch
Mit: Laura Morante, Irene Maiorino, Ivana Monti, Monica Demuru, Roberto De Francesco, Stefano Mereu, Gala Zohar Martinucci, Roberto Citran, Enrichetta Ranieri Martinotti, Matteo Tedde, Soraya Secci
Nach dem gleichnamigen Roman von Marcello Fois (Einaudi)
Veranstaltungsort: Theatiner Filmkunst, Theatinerstr. 32, 80333 München
Eintritt: 12,- Euro
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Drei entscheidende Momente prägen das Leben der berühmten sardischen Schriftstellerin Grazia Deledda: die unerwartete Ankunft ihrer Mutter aus Nuoro, die Stunden vor der Verleihung des prestigeträchtigsten Literaturpreises der Welt und die Augenblicke, in denen ein Arzt ihr in die Augen blickt und nach Worten sucht, die nicht allzu schmerzhaft sind. Dazwischen entfaltet sich das gesamte Leben der einzigen italienischen Frau, die den Nobelpreis für Literatur erhalten hat. Indem der Film diesem Leben mit großer Wärme folgt, beleuchtet er zugleich die Beziehung zwischen Frauen und Literatur sowie die aktuelle Frage der Rolle der Frau in der Gesellschaft.
„Quasi Grazia“, der Spielfilm von Peter Marcias, einem sardischen Regisseur und Drehbuchautor, der bereits durch seine Dokumentarfilme („Looking For Nivola“, „Uomini in marcia“, „Nilde Iotti, il tempo delle donne“, „Tutte le storie di Piera“, „Liliana Cavani – Una donna nel cinema“, „Silenzi e parole“) bekannt geworden ist, reiht sich in eine Phase der kritischen Wiederentdeckung von Grazia Deledda ein. Trotz des Nobelpreises, den sie 1926 erhielt, war die Schriftstellerin lange Zeit an den Rand des italienischen Literaturkanons gedrängt worden.
Peter Marcias (*1977 in Oristano) begann seine Laufbahn als Drehbuchautor und Regisseur mit zahlreichen Kurzfilmen, darunter „Olivia“, „Il Canto delle Cicale“ und „Sono Alice“, die auf verschiedenen internationalen Filmfestivals gezeigt wurden. Anschließend realisierte er seinen ersten Spielfilm „Un attimo sospesi“ (2008) mit Paolo Bonacelli, Nino Frassica und Ana Caterina Morariu.
Es folgte „I bambini della sua vita“ (2011), für den Piera Degli Esposti mit dem Globo d’Oro als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. 2012 wurde „Dimmi che destino avrò“ beim Torino Film Festival präsentiert. „La nostra quarantena“ mit Francesca Neri wurde als Sonderveranstaltung bei der Internationalen Filmwoche von Pesaro gezeigt und war für die Nastri d’Argento nominiert. Darüber hinaus führte Marcias Regie bei mehreren Dokumentarfilmen, darunter „Liliana Cavani – Una donna nel cinema“ (2010), „Tutte le storie di Piera“ (2013), „Ma la Spagna non era cattolica?“ (2007) und „Silenzi e parole“ (2017).
2018 nahm er mit „Uno sguardo alla Terra“ am Festival Internazionale Visioni dal Mondo, am Trieste Film Festival, am London Documentary Film Festival sowie am Guangzhou Documentary Film Festival teil. Im selben Jahr kehrte er mit dem Kurzfilm „L’unica lezione“ zu den Giornate degli Autori der Filmfestspiele von Venedig zurück. Unter Mitwirkung von Paola Cortellesi inszenierte er 2020 „Nilde Iotti – Il tempo delle donne“, der im Rahmen der 77. Internationalen Filmfestspiele von Venedig bei den Giornate degli Autori vorgestellt wurde. Der Film wurde für die Nastri d’Argento nominiert und sowohl in italienischen Kinos als auch auf Streaming-Plattformen veröffentlicht.
Foto: (c) Quasi Grazia, di Peter Marcias
