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Filmreihe „Cinema! Italia!“ in München

Die Tournee Cinema! Italia! zieht durch etwa 30 Städte in Deutschland und steht unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Republik Italien in Berlin, S.E. Pietro Benassi.

In München werden folgende Filme gezeigt:

Latin Lover, Regie: Cristina Comencini
Lea, Regie: Marco Tullio Giordana
Non essere cattivo / Tu nichts Böses, Regie: Claudio Caligari
Per amor vostro / Aus Liebe zu euch, Regie: Giuseppe Gaudino
Se Dio vuole / Um Himmels willen, Regie: Edoardo Falcone
La stoffa dei sogni /  Der Stoff der Träume, Regie:  Gianfranco Cabiddu

Jeweils 18:30 Uhr.
Donnerstag, 27.10.: Lea

Freitag, 28.10.: La stoffa dei sogni

Samstag, 29.10. : Latin Lover

Sonntag, 30.10.: La stoffa dei sogni

Montag, 31.10.: Non essere cattivo

Dienstag, 01.11.: Se Dio vuole

Mittwoch, 02.11.: Per amor vostro

Alle Filme laufen im Original mit deutschen Untertiteln.

Veranstalter: Made in Italy, Kairos-Filmverleih

Förderer:
Italienische Botschaft, Berlin / Ministero per i Beni e le Attività Culturali e del Turismo , Direzione Generale per il Cinema, Rom / Italienische Agentur für Außenhandel, Berlin / Italienisches Kulturinstitut Berlin / Italienisches Kulturinstitut Hamburg

Unterstützer: Die italienischen Kulturinstitute und Generalkonsulate in Deutschland, Missing Films

Latin Lover

Regie: Cristina Comencini
Darsteller: Virna Lisi (Rita), Marisa Paredes (Ramona), Angela Finocchiaro (Susanna), Valeria Bruni Tedeschi (Stephanie), Francesco Scianna (Saverio)
Italien 2015, 104 Minuten, OmU

Saverio Crispo, Schauspiellegende, Frauenheld, Vater von fünf Töchtern mit fünf Frauen
aus vier Ländern, ist vor zehn Jahren von uns gegangen. Nun, zum zehnten
Todestag, werden sich alle Töchter und Witwen (nebst männlichem Anhang)
in seinem apulischen Heimatdorf versammeln. Es ist an Susanna, Saverios
ältester Tochter, die sich fast fremden Familienmitglieder miteinander
bekannt zu machen und die temperamentvollen Damen unter Kontrolle zu
halten. Eine schier unlösbare Aufgabe.  Bis Pedro del Rio, Saverios
Stuntdouble, auftaucht und aufdeckt, dass er über den verstorbenen Star
mehr weiß als alle anderen. Zwischen Umarmungen, Rivalitäten und
nächtlich enthüllten Geheimnissen kommt es zu einem Crescendo der
Emotionen und tragikomischen Situationen.
Eine augenzwinkernde, fast
wahre Hommage an die „Commedia all’italiana“ der 60er Jahre. Als Tochter
von Luigi Comencini, einem der Meister dieses Genres, kennt Regisseurin
Cristina Comencini sich bestens aus. Ihre turbulente Komödie hat ein
fantastisches Schauspielerinnen-Ensemble zu bieten, in dem nicht nur
Stars wie Virna Lisi, Marisa Peredes oder Valeria Bruni Tedeschi
brillieren.

Lea

Regie: Marco Tullio Giordana
Darsteller: Vanessa Scalera (Lea Garofalo), Linda Caridi (Denise), Alessio Praticò (Carlo), Mauro Conte (Floriano)
Italien 2015, 95 Minuten, OmU

Ein
kleiner Ort in Kalabrien: Lea Garofalo lebt in einer Familie, die tief
in die Aktionen der dortigen Mafia, der ‘Ndrangheta, verstrickt ist. 
Für ihre Tochter Denise jedoch wünscht sie sich ein anderes Leben, ein
Leben ohne Gewalt, ohne Lügen und Angst. Sie reagiert mit den einzigen
Waffen, die sie hat: sie erstattet Anzeige gegen ihre Mafia-Familie und
vertraut sich der Justiz an. Eine Entscheidung mit schwerwiegenden
Konsequenzen. Schon bald steht sie mit Denise unter strengem
Zeugenschutz, muss mehrfach Namen und Aufenthaltsort ändern, um der
Rache ihres Clans zu entgehen. Doch Lea merkt, dass sie und ihre Tochter
sich auf niemanden verlassen können…
Eine wahre Geschichte, die in
Italien großes Aufsehen erregte. Regisseur Marco Tullio Giordana („100
Schritte“, „Die besten Jahre“) bleibt nah an den Tatsachen, erzählt den
Fall von Lea und Denise Garofalo als nüchternes, gleichwohl intensives
und packendes Dokudrama.

Non essere cattivo
Tu nichts Böses

Regie: Claudio Caligari
Darsteller: Luca Marinelli (Cesare), Alessandro Borghi (Vittorio), Silvia D’Amico (Vivana), Roberta Mattei (Linda)
Italien 2015, 100 Minuten, OmU

Die
Vorstädte von Rom und Ostia, in den 90er Jahren. Die „Ragazzi di vita“,
einst von Pasolini beschrieben, gehören nun zu einer Welt, in der Geld,
schnelle Autos, Nachtlokale und Kokain scheinbar leicht zu haben sind.
Es ist die Welt, in der sich Vittorio und Cesare, beide 20 Jahre alt,
auf der Suche nach Erfolg und Bestätigung bewegen. Das neue „dolce
vita“ fordert jedoch einen sehr hohen Preis. Und irgendwann trennen sich
die Wege: Vittorio verliebt sich, versucht eine Rückkehr in die
bürgerliche Gesellschaft,  Cesare hingegen versinkt immer tiefer in
einem Sumpf aus Drogen und Dealen. Doch Vittorio gibt seinen Freund
nicht auf.
Regisseur Claudio Caligari gehört zu den wilden
Außenseitern des italienischen Kinos. In mehr als 30 Jahren konnte er
nur drei Spielfilme realisieren. Authentisch, energiegeladen und
emotional, kreisen sie alle um junge Leute am Rand der Gesellschaft.
Dabei entsteht eine neue, zeitgemäße Form des Neorealismus. Non essere
cattivo wurde zu Caligaris Vermächtnis; kurz nach Fertigstellung des
Films starb er im Alter von 67 Jahren an Krebs.

Per amor vostro
Aus Liebe zu euch

Regie: Giuseppe M. Gaudino
Darsteller: Valeria Golino (Anna), Massimiliano Gallo (Gigi Scaglione), Adriano Giannini (Michele Migliaccio), Salvatore Cantalupo (Ciro)
Italien 2015, 109 Minuten, OmU

Anna
lebt mitten in Neapel. Sie ist verheiratet und Mutter dreier
halbwüchsiger Kinder. Anna ist ein großzügiger Mensch und immer bereit,
anderen zu helfen. Doch sie sieht nicht mehr, was in ihrer Familie
wirklich vor sich geht. Dass ihr Mann sich immer mehr in kriminelle
Kreditgeschäfte verstrickt, die Kinder sich ihr entfremden, ihre eigenen
Eltern sie ausnutzen. Auch der Job in einem Fernsehstudio, wo sie
hinter der Kamera Tafeln mit den Dialogen für die Schauspieler hochhält,
ist nicht gerade toll. Mit der Bewältigung des Alltags beschäftigt,
droht ihr die Wirklichkeit immer mehr zu entgleiten. Anna spürt – so
kann es nicht weitergehen.
Eine scheinbar alltägliche Geschichte,
aufregend anders erzählt: Die Kamera scheint zu schweben, Schwarzweiß
wechselt mit Farbe, in der besonderen Atmosphäre Neapels gedeihen
Visionen und Fantasien. Regisseur Giuseppe Gaudino lässt Anna eintauchen
in eine zweite Dimension voller Geheimnisse und Wunder.
Zusammengehalten werden Realität und Vision durch die berührende
Leistung von Valeria Golino, die beim Festival von Venedig zu Recht als
beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. Es geht eine Art inneres
Leuchten von ihr aus, das mitten in Herz trifft.

Se Dio vuole
Um Himmels Willen

Regie: Edoardo Falcone
Darsteller: Marco Giallini (Tommaso), Alessandro Gassman (Don Pietro), Enrico Oetiker (Andrea), Ilaria Spada (Bianca), Laura Morante (Carla)
Italien 2015, 87 Minuten, OmU

Tommaso
ist Herzchirurg, ebenso erfolgreich wie arrogant. Um seine Frau Carla
und seine Tochter Bianca kümmert er sich wenig. Sein ganzer Stolz ist
sein Sohn Andrea, der Medizin studiert und in Papas Fußstapfen treten
soll. Aber in letzter Zeit wirkt Andrea verändert und verbirgt
offensichtlich etwas. Ist der Junge vielleicht schwul? Tommaso bleibt
locker, man ist ja liberal. Doch es kommt viel schlimmer: Andrea
offenbart seiner Familie, er wolle sein Leben künftig Jesus weihen und
Priester werden!
Das ist allerdings ein harter Schlag für den
überzeugten Atheisten Tommaso. Wer hat seinen Sohn einer Gehirnwäsche
unterzogen? Bald stößt er auf den eigenwilligen Priester Don Pietro,
der mit einer fulminanten One-Man-Show viele Jugendliche in seinen Bann
schlägt. Tommaso ist entschlossen, diesen Don Pietro als Scharlatan zu
entlarven. Mit allen Mitteln. In seinem Eifer merkt Tommaso gar nicht,
dass seine Frau und seine Tochter ebenfalls beginnen, eigene Wege zu
gehen…
Eine temporeiche, in Italien äußerst erfolgreiche Komödie,
die Weltbilder und Lebensvorstellungen aufeinander prallen lässt.
Glänzend gespielt, mit witzigen Dialogen und vielen Überraschungen.
Edoardo Falcone erhielt den italienischen Filmpreis David di Donatello
als bester Debütregisseur.

La stoffa dei sogni
Der Stoff der Träume

Regie: Gianfranco Cabiddu
Darsteller: Sergio Rubini (Oreste Campese), Ennio Fantastichini (De Caro), Renato Carpentieri (Don Vincenzo), Teresa Saponangelo (Maria)
Italien 2016, 101 Minuten, OmU

Eine
kleine abgelegene Insel vor Sardinien, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg.
Hier befindet sich ein Hochsicherheitsgefängnis und gerade erwartet man
einen Transport verurteilter Camorra-Mitglieder. Doch das Fährschiff
kentert in einem Sturm. Unter den Schiffbrüchigen, die sich auf die
Insel retten, befinden sich nicht nur die vier Camorristi, sondern auch
die bescheidene Theatertruppe von Signore Oreste Campese. Bald werden
alle vom Wachpersonal eingefangen. Die Sträflinge mischen sich dabei
unter die Theaterleute. Wer ist wer? Da hat der Gefängnisdirektor eine
Idee: er zwingt die Schiffbrüchigen, gemeinsam Shakespeares Stück „Der
Sturm“ auf die Bühne des Gefängnishofes zu bringen, um herauszufinden,
wer echter Schauspieler und wer Verbrecher ist. Oreste Campese rauft
sich die Haare, doch die Proben beginnen. Und auf alle Beteiligten
warten jede Menge Überraschungen…
Inspiriert von Eduardo de Filippos
genialem Theaterstück „Die Kunst der Komödie“ (und natürlich von
Shakespeares „Sturm“) handelt dieser vielschichtige, aber leichthändig
inszenierte Sommerfilm vom Theater und vom richtigen Leben, und wie das
eine vom anderen nicht zu trennen ist. Schon gar nicht in Italien.
Sergio Rubini als überforderter Impresario zwischen allen Fronten bietet
eine komödiantische Glanznummer. Die heimliche Hauptrolle aber spielt
die ehemalige Gefängnisinsel Asinara selbst, ein fast magischer Ort mit
einer atemberaubenden Landschaft.

Weitere Informationen in Kürze unter www.theatiner-film.de, Tel. 089/22 31 83

Ingresso a pagamento, per informazioni www.theatiner-film.de

  • Organisiert von: Made in Italy, Kairos-Filmverleih
  • In Zusammenarbeit mit: Con il sostegno degli Istituti Italiani di Cultura e dei Consolati Generali d'Italia in Germania, Missing Films (vedi testo)