Das Gespräch zwischen Massimo Fornasier und Chiara Franceschini umfasst folgende Themen:
– Luftangriffe auf Italien (11. März 1944) und Zerstörung der Seitenkapelle der Ovetari in der Eremitani-Kirche in Padua
– „Aveva nel farla imitato le cose di marmo antiche“: Die Baustelle in der Seitenkapelle der Ovetari im 15. Jahrhundert und die Fresken von Andrea Mantegna
– Die Restaurierung der Fresken heute zwischen Mathematik und neue Technologien
Massimo Fornasier promovierte in Computermathematik an der Universität von Padua, Italien. Von 2003 bis 2006 war er als PostDoc an der Universität Wien und an der Universität “La Sapienza” in Rom tätig. Im Anschluss daran ging er als Senior Scientist an das Johann Radon Institute for Computational and Applied Mathematics (RICAM) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, an dem er bis zum Jahr 2011 blieb. Als Associate Researcher war er von 2006-2007 am „Program in Applied and Computational Mathematics“ an der Princeton University, USA beteiligt. 2011 wurde Fornasier auf den Lehrstuhl für Angewandte Numerische Analysis an die TUM berufen. Die Forschung von Fornasier umfasst ein weites Spektrum an Problemen der mathematischen Modellierung, Analysis und Numerik. Er ist insbesondere am Kompressionskonzept interessiert, welches in verschiedenen Formen in Datenanalysen, Bild- und Signalverarbeitung und in adaptiven numerischen Lösungen von partiellen Differentialgleichungen oder hochdimensionalen Optimierungsproblemen auftritt.
Chiara Franceschini ist Dozentin für Kunst der Frühen Neuzeit an der LMU. Sie leitet das ERC Projekte SACRIMA „The Normativity of Sacred Images in Early Modern Europe“. Ihr Aufgabengebiet umfasst Kunst, Kunsttheorie und Kunstgeografien der Renaissance, des Manierismus und des Frühbarocks mit Schwerpunkten Michelangelo, Toskana und Rom; norditalienische Hofkultur; Beziehungen Italien / Frankreich; Italien / Spanien, sowie Status der Bilder im religiösen, rechtlichen und politischen Rahmen; Bilderfrage/Stilfrage in der Reformationszeit und in der Gegenreformation; Normativität und Autonomie der Kunst, Bildtheorie, Methoden und Geschichte der Kunstgeschichte.
Silvia Sironi, AIRIcerca, ist anwesend.
In italienischer Sprache
Foto: Andrea Mantegna, Das Martyrium des heiligen Christopherus, Ovetari-Kapelle, Padua
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