Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, während des Versuchs der Wiedereingliederung der BRD in den Westen, wurden viele im Ausland inhaftierte deutsche Kriminelle dank der Hilfe der Bundeskanzler selbst, freigelassen.
Felix Bohr erzählt in seinem Buch “Die Kriegsverbrecherlobby – Bundesdeutsche Hilfe für im Ausland inhaftierte NS-Täter” diese absichtlich untergrabene Geschichte, und wie die Opfer des NS-Regimes um gesellschaftliche Anerkennung und Entschädigung kämpften mussten, während diese Verbrecher von den hochrangigsten Staatsbeamten geschützt wurden.
Am 17. Oktober wird Felix Bohr, gemeinsam mit dem Staatsanwalt der Republik, Marco De Paolis, ein Gespräch zu dieser Thematik an unserem Kulturinstitut führen.
Felix Bohr, geboren 1982, ist Historiker und Journalist für “Der Spiegel”.
Marco De Paolis ist Generalstaatsanwalt am militärischen Berufungsgericht in Rom. Neben seiner militärischen Laufbahn hat er zahlreiche Aufsätze und wissenschaftliche Veröffentlichungen zum Thema Kriegsverbrechen und Militärstrafrecht verfasst. Auf dem Gebiet des Militärstrafrechts gilt er als einer der führenden Experten.
Einführung und Moderation: Thomas Schlemmer und Francesco Ziosi
In italienischer und deutscher Sprache
Anmeldung nicht mehr verfügbar