Lesung in deutscher Sprache
In der Nacht vom 2. November 1975 wird am Strand von Ostia der berühmte Dichter Pier Paolo Pasolini ermordet. Mit seinem Tod ist für einen Teil der italienischen Öffentlichkeit das „Problem Pasolini“ endgültig erledigt, seine Freunde und die führenden Intellektuellen des Landes sprechen von da an vom ungelösten „Fall Pasolini“.
Wer war Pasolini? Pädagoge, Publizist, Provokateur, der damals mit seinen politischen Äußerungen, Zeitungsartikeln und Filmen ganz Italien spaltete. Seine schonungslose Kritik richtete sich gegen Kapitalismus, Massenkonsum und falsch verstandene Religiosität.
In seinen Filmen (Medea, Evangelium nach Matthäus, Accattone) und in seinen Schriften (Luther-Briefe, Freibeuterschriften) manifestiert sich immer wieder sein Heimweh nach dem Mythischen, Epischen und Heiligen.
Ort: St. Paul Kirche, St. Pauls-Platz 11 – 80336 München
Datum 18.01.2026, 19.30 Uhr
Konzept und Moderation: Antonio Pellegrino
Lesung: Peter Weiß
Hinführung: Ulrich Schäfert
Zeitgenössische Improvisationen: Eugen Bazian, Violoncello, Peter Gerhartz, Tasten-instrumente
Eintritt frei
Foto (c) Erzbistum München