I-Talia, unter der Regie von Luigi Tortora, kehrt am 17. und 18. Januar mit drei eindrucksvollen Einaktern in Saal X des HP8 zurück:
Der Mann mit der Blume im Mund von Luigi Pirandello
Lichter Siziliens, ebenfalls von Luigi Pirandello
Der Bär von Anton Tschechow
In italienischer Sprache
Luigi Pirandello (1867–1936) war ein weltberühmter italienischer Dramatiker, Romancier und Kurzgeschichtenautor und erhielt 1934 den Nobelpreis für Literatur. Sein tiefgründiges und innovatives Werk kreist um die Themen Relativismus, fragmentierte Identität und den Kontrast zwischen Schein und Sein. Er untersucht, wie die sozialen Masken, die wir tragen, den Einzelnen gefangen halten und ein Gefühl der Entfremdung und Unkommunikabilität erzeugen.
Der Mann mit der Blume im Mund
In einer nächtlichen Szene unterhält sich ein kranker Mann, der an einer „Blume im Mund“ (einer Krebsart) leidet, mit einer ruhigen Kundin. Im Laufe ihres Dialogs reflektiert der Kranke intensiv über das Leben, die Zeit und die kleinen Dinge, die den Gesunden entgehen. Der Kontrast zwischen seiner verzweifelten Klarheit und ihrer Banalität offenbart die Kostbarkeit des Daseins und die Angst vor dem nahenden Tod.
Siziliens Lumie
Der sizilianische Dorfmusiker Micuccio besucht seine geliebte Teresina, die er als bescheiden und liebevoll in Erinnerung hat. Doch nun ist Teresina eine berühmte Sängerin, „Siziliens Lumie“, und lebt in einer weltgewandten, distanzierten Welt. Micuccio erkennt, dass sie nichts mehr für ihn empfindet und kehrt verletzt nach Hause zurück: Die Oper zeigt den Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart und das schmerzhafte Ende einer Illusion.
Die Schwierigkeit der Kommunikation, die Einsamkeit des menschlichen Daseins, die Stärke, die in der beharrlichen und mutigen Verteidigung der Würde liegt, bilden den roten Faden, der die drei Einakter verbindet.
Anton Tschechow (1860–1904) war ein russischer Schriftsteller und Dramatiker, ein Meister der Kurzgeschichte und des modernen Theaters. Seine Werke erkunden den Alltag, menschliche Gefühle und die Zerbrechlichkeit des Daseins mit Ironie, Realismus und psychologischer Tiefe.
Der Bär
Der Bär ist ein komischer Einakter: Die junge Witwe Popowa, die um ihren untreuen Mann trauert, erhält Besuch von dem rauen Gutsbesitzer Smirnow, der eine Schuld eintreiben will. Die beiden streiten heftig und fordern sich sogar zum Duell, doch die Spannung schlägt plötzlich in Anziehung um …
Der Soundtrack stammt von Maestro Franco Tortora und enthält seine eigene Musik sowie Werke großer Komponisten wie Mascagni, Verdi, Rossini, Schostakowitsch und Modugno.
Veranstaltungsort: Gasteig HP8, Saal X, Hans-Preißinger-Str. 2-8, 81379 München
Termine:
17.01.26 & 18.01.26, 19:30 Uhr
Die Veranstaltung empfiehlt sich nicht für Kinder unter 12 Jahre
Tickets: www.muenchenticket.de, Tel. 089/54 81 81 82