Mit dem Zusammenbruch der großen Imperien nach dem Ersten Weltkrieg und damit einhergehender Grenzveränderungen beginnt in Europa ein neues Zeitalter. Es ist geprägt durch Volkerverschiebungen, Rückkehrbewegungen, Identitätskonflikte und dem Kampf um Minderheitenrechte. Zum Teil ist es bis heute nicht abgeschlossen. In diesem Kontext diskutieren Historiker die Geschichte von Elsass-Lothringen, Südtirol und der Oberen Adria: Marco Bresciani beschäftigt sich mit den Grenzen Norditaliens nach dem Ersten Weltkrieg sowie dem Italienischen Antifaschismus. Michael Schwartz forscht zu ethnischen Säuberungen in der Moderne. Der Fokus der Arbeit von Thomas Serrier liegt auf Grenzregionen und transregionalen Erinnerungskulturen in Europa.
Marco Bresciani, Università di Firenze
Michael Schwartz, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin
Thomas Serrier, Université de Lille, Fellow de l’I.A.S. Nantes
Moderation: Thomas Schlemmer, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, Ludwig-Maximilians-Universität
Im Rahmen der Reihe „Italien, Frankreich und Deutschland: ein innereuropäischer Vergleich I“
1918 – 2018 Was ist Demokratie?
In italienischer, deutscher und französischer Sprache
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