Die 80er Jahre: Schrill, laut und voller bahnbrechender Bewegung in Gesellschaft, Politik und Kunst. Das EUNIC-Cluster München zeigt
Donnerstag, 28.05. | 20:00 Uhr | “MÄNNER”
Der erfolgreiche Werbemanager Julius Armbrust ist Mitte 30, hat eine Frau, zwei Kinder und genießt sein Leben in vollen Zügen. Als er am zwölften Hochzeitstag erfährt, daß seine Frau neuerdings einen Liebhaber hat, versteht er die Welt nicht mehr. Der Lebenskünstler Stefan ist ziemlich schlampig und noch dazu arbeitslos. Julius begreift nicht, was seine Frau Paula an Stefan findet, und sinnt nach Rache. Unter dem Vorwand, auf einen Kongress zu fahren, zieht er inkognito in die chaotische WG seines Nebenbuhlers ein und beginnt, dessen Beziehung zu seiner Frau zu unterminieren. Doch dabei hat er ein Problem: Stefan wird ihm von Tag zu Tag sympathischer.
DE 1985, R: Doris Dörrie, 99 min, OmU
Freitag, 29.05. | 20:00 Uhr | “Au-revoir les enfants”
„1944. Julien lebt in einem katholischen Internat und freundet sich mit dem rätselhaften Neuankömmling Jean an. Louis Malle realisierte „Au revoir, les enfants“, nachdem er nach zehn Jahren in den USA nach Frankreich zurückkehrte. Der bewegende Film basiert auf seiner Erinnerung an seine Kindheit im Internat während der deutschen Besetzung Frankreichs. Es ist die Geschichte zweier Schüler, die scheinbar dieselben Sorgen teilen; doch den einen erwartet ein grausames Schicksal, während die Privilegien des anderen ihm erhalten bleiben werden.“
FR 1987, R: Louis Malle, 104 min, OmU
Sonntag, 31.05. | 20:00 Uhr | “Qué he hecho yo para merecer esto”
Gloria ist Hausfrau, Mutter zweier Kinder und Ehefrau eines verantwortungslosen Staubsaugerverkäufers. Ihr Alltag ist von Erschöpfung geprägt: Ihr Mann trägt nichts zum Haushalt bei, ihr älterer Sohn verkauft Drogen und ihr jüngerer Sohn verhält sich exzentrisch. Außerdem ist Gloria für ihre Schwiegermutter verantwortlich, was den emotionalen und wirtschaftlichen Druck noch verstärkt. Während sie gleichzeitig als Haushälterin arbeitet, begegnet sie einer lesbischen Taxifahrerin und gerät in zunehmend absurde und ironische Situationen. Der Film kombiniert schwarzen Humor mit Gesellschaftskritik und behandelt Themen wie Frustration, Entfremdung, die Rolle der Frau, das Leben der Arbeiterklasse und die Widersprüche einer sich wandelnden Gesellschaft.
ES 1984, R: Pedro Almodóvar, 101 min, OmU
Montag, 01.06. / 20:00 Uhr | “NUOVO CINEMA PARADISO”
„Cinema Paradiso“ ist ein Film voller Wärme und Nostalgie, eine berührende Liebesfeier an Kino, Kindheit und Freundschaft. Der Film erzählt die Geschichte der Menschen eines Dorfes auf Sizilien und ihres Kinos von den 1940er bis in die 1980er Jahre und behandelt fast vollständig durch Rückblenden die Kindheit des Filmregisseurs Salvatore di Vita in dem fiktiven sizilianischen Fischerdorf Giancaldo. 1990 gewann er den Oscar als bester fremdsprachiger Film; 1989 erhielt er in Cannes den Großen Preis der Jury. Obwohl Tornatore keinen autobiografischen Film abliefert, ist „Cinema Paradiso“ doch in mehrfacher Hinsicht mit seinem eigenen Werdegang verknüpft.
IT 1988, R: Giuseppe Tornatore, 123 min, OmeU
Eintritt: 6 €; Karten vor Ort
