Barockkonzert mit Musik von J. B. Barrière, A. Bembo, F. Geminiani, E. C. J. de La Guerre, C. Monteverdi, A. Scarlatti, B. Strozzi
Ariadne ist eine mythologische und literarische Gestalt, welche bereits im Altertum vielfältige poetische, musikalische und ikonographische Interpretationen hervorgerufen hat. In der musikalischen Barocktradition wird Ariadne zum Symbol einer empathischen Frauengestalt, welche tiefgründige Emotionen erleben kann.
Als eine authentische Klagefigur erzählt uns Ariadne in erster Person über die Tiefe des weiblichen Universums mit all der Stärke und Aktualität, die vielleicht nur mythologische Gestalten in der Lage sind, uns zu vermitteln. Sie ist zugleich der Beginn und das Ende dieser Entdeckungsreise, die uns durch einige der raffiniertesten und intensivsten Stücke des musikalischen Barocks aus der Zeit zwischen dem frühen 17. und 18. Jahrhundert führt, in einem dualen kulturellen italienisch-französischem Kontext.
Programm
C. Monteverdi (1567-1643), Lamento di Arianna a voce sola SV 22
F. Geminiani (1687-1762), Sonate für Violoncello und Kontrabass in re minore Op. 5 n. 2: Andante-PrestoAdagio/Allegro
B. Strozzi (1619-1677), Miei pensieri (aus Ariette a voce sola, Op. 6)
E. C. de La Guerre (1666-1729), La Flamande (aus Suite in Re minore)
A. Bembo (ca.1640-1720), Anima perfida (aus Produzioni armoniche)
J. B. Barrière (1707-1747), Sonata per Violoncello und Kontrabass in mi minore, Buch IV n.3: Largo staccato/Adagio-Gavotte/Mineur-Adagio/Allegro
A. Scarlatti (1660-1725), Dove alfin mi traeste, ovvero l’Arianna
Arianna Lanci, Mezzosopran
Verena Laxgang, Barockcello
Chiara Cattani, Cembalo
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