In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben die Theologie der Religionen und der interreligiöse Dialog wichtige Bausteine der Geschichte gelegt. Die Stellvertreter der monotheistischen Religionen haben eine erste Meile respektvoll und mit authentischer Brüderlichkeit zusammen zurückgelegt, ohne dass man unter einem historischen und theologischen Verlust von Werten gelitten hätte. Trotzdem war der Prozess der ersten Meile von vielen Schwierigkeiten gekennzeichnet.
Das Evangelium nach Matthäus bringt die Worte Jesu wieder: „Und so dich jemand nötigt eine Meile, so gehe mit ihm zwei.“ (Mt 5,41). Nach 500 Jahren Martin Luthers Reformation, wie legt man die zweite Meile des Dialogs des Glaubens und des Friedens unter den Kulturen zurück?
Moderation: Gianmaria Zamagni
Alberto Melloni, geboren 1959 in Reggio Emilia, ist ordentlicher Professor für Geschichte des Christentums an der Universität Modena-Reggio Emilia sowie Inhaber des UNESCO- Lehrstuhls für Pluralismus der Religionen und den Frieden an der Universität Bologna.
Er leitet die Fondazione per le scienze religiose Giovanni XXIII in Bologna.
Gianmaria Zamagni ist Lehrbeauftragter für Kirchengeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und am Institut für Theologie und Sozialethik der Technischen Universität Darmstadt.
Bild: Tivadar Kosztka Csontváry, “Roman bridge at Mostar”, 1903
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