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Leonardo 500 - Vortragsreihe zum 500. Todestag von Leonardo da Vinci

Datum:

16/01/2019


Leonardo 500 - Vortragsreihe zum 500. Todestag von Leonardo da Vinci

Vor 500 Jahren, am 2. Mai 1519, starb Leonardo da Vinci mit 67 Jahren in Frankreich. Seine Arbeiten als Künstler, Kunsttheoretiker, Wissenschaftler, Erfinder, Ingenieur und die Mythen um seine Person sind auch heute noch herausfordernd und faszinierend. In vier Vorträgen werden zentrale Aspekte von Leonardos Werk und Nachruhm vorgestellt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem jüngst versteigerten Gemälde „Salvator Mundi“ liegt - mit Richard Simon wird auch der Kunsthändler zu Wort kommen, der das Werk zur Auktion eingeliefert hat.


Begleitend zur Vortragsreihe wird eine Vitrinen-Ausstellung im Zentralinstitut für Kunstgeschichte die Verbreitung von Leonardos Ideen, Werken und Mythen in Texten und druckgraphischen Bildern seit dem 16. Jahrhundert verfolgen.

 

Vortragstermine:

 

Mittwoch, 16. Januar 2019, 18.15 Uhr

Prof. Dr. Alessandro Nova, Florenz: Imagination und Wirklichkeit. Die Landschaften Leonardos zwischen Verrocchio und Pollaiuolo

 

Mittwoch, 30. Januar 2019, 18.15 Uhr

Prof. Dr. Frank Fehrenbach, Hamburg: Leonardo da Vinci: Der Impetus der Bilder

 

Mittwoch, 6. Februar 2019, 18.15 Uhr

Prof. Dr. Frank Zöllner, Leipzig: Leonardos Salvator Mundi. Kennerschaft zwischen Kunstmarkt und Weltpolitik

 

Mittwoch, 13. Februar 2019, 18.15 Uhr

Robert Simon, New York: The Salvator Mundi of Leonardo da Vinci. Chronicle of a Discovery

 

Alle Vorträge finden beim Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Katharina-von-Bora-Str. 10, 80333 München, Raum 242, II. OG, statt.

 

 

Ausstellung "Leonardo da Vinci in frühen Drucken", 17. Januar - 15. März 2019

Vitrinenausstellung: Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Katharina-von-Bora-Str. 10, 80333 München, Nördlicher Lichthof, I. OG

Die Ausstellung ist vom 17. Januar bis 15. März 2019 jeweils Montag bis Freitag, 9.00-20.00 Uhr zugänglich. Der Eintritt ist kostenfrei.

 

 

Mittwoch, 16. Januar 2019, 18.15 Uhr

Prof. Dr. Alessandro Nova, Florenz: Imagination und Wirklichkeit. Die Landschaften Leonardos zwischen Verrocchio und Pollaiuolo

 

Alessandro Nova ist seit 2006 Direktor des Kunsthistorischen Institutes in Florenz – Max-Planck-Institut und war zuvor Professor für italienische Kunstgeschichte der Renaissance an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main (1994-2006) sowie an der Stanford University (1988-1994). Er studierte „Lettere e Filosofia“ an der Università degli Studi di Milano und Kunstgeschichte am Courtauld Institute of Art in London, wo er seinen Ph.D. (1982) erwarb. 1986 schloss er seine Promotion an der Mailänder Universität ab. Stipendien und Förderungen erhielt Alessandro Nova von der Alexander von Humboldt-Stiftung (1985/86, 1989), der J. Paul Getty Foundation (1986/87) und dem Institute for Advanced Study in Princeton (1992–1994).

Er lehrte an der Humboldt Universität zu Berlin, der École des Hautes Études en Sciences Sociales – CEHTA Paris und anderen internationalen Institutionen. Spezialisiert auf die Kultur des 16. Jahrhunderts, ist Alessandro Nova Autor zahlreicher Artikel, die in renommierten internationalen Kunstzeitschriften veröffentlicht wurden. Seine aktuellen Forschungsinteressen umfassen unter anderem Metathemen wie Theorie und Perzeption der Kunst oder methodologische Fragen der Disziplin Kunstgeschichte.

Er ist Autor folgender Bücher: Michelangelo, Architetto (1984), The artistic patronage of Pope Julius III (1988), Girolamo Romanino (1994), Il libro del vento: rappresentare l’invisibile (2007), Bild/Sprachen. Kunst und visuelle Kultur in der italienischen Renaissance (2014), und verantwortete als Mitherausgeber und Co-Autor die 45-bändige neu kommentierte deutsche Ausgabe der Künstlerleben von Giorgio Vasari (2004-2015).

(Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihen "Renaissance der Renaissance. Die Malerei des Quattrocento in Florenz", einem Veranstaltungszyklus des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in Kooperation mit der Alten Pinakothek, München und deren Ausstellung "Florenz und seine Maler: von Giotto bis Leonardo da Vinci". Sowie der Vortragsreihe Leonardo da Vinci 500.)

 

 

 

Mittwoch, 30. Januar 2019, 18.15 Uhr

Prof. Dr. Frank Fehrenbach, Hamburg: Leonardo da Vinci: Der Impetus der Bilder

 

Leonardo war wohl der erste Autor, der an einer umfassenden Naturtheorie der Bilder arbeitete. Seine Leitbegriffe waren Kraft (forza, Impetus) und Intensität. Die menschliche Bilderproduktion setzt aber nicht nur Naturprozesse fort. Sie wird ihrerseits zum Motor einer weitreichenden biologischen und kulturellen Veränderungsdynamik.
Prof. Dr. Frank Fehrenbach:
Frank Fehrenbach folgte 2013 einem Ruf als Alexander von Humboldt-Professor an die Universität Hamburg, wo er bis 2018 die Forschungsstelle “Naturbilder” leitete. Aktuell ist er einer der Sprecher der DFG-Kollegforschungsgruppe “Imaginarien der Kraft”.

 

 

 

Mittwoch, 6. Februar 2019, 18.15 Uhr

Prof. Dr. Frank Zöllner, Leipzig: Leonardos Salvator Mundi. Kennerschaft zwischen Kunstmarkt und Weltpolitik

 

Bei dem im Sommer 2011 der Öffentlichkeit als authentisches Gemälde Leonardo da Vincis vorgestellten Salvator Mundi handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Werkstattarbeit, die auf eine Bilderfindung Leonardos zurückgeht und an deren Vollendung Leonardo möglicherweise mitgewirkt hat. Ein solches Vorgehen ist indirekt auch durch Quellen belegt.

Der Vortrag geht der Frage nach, mit welchen Strategien der Salvator Mundi auf dem Kunstmarkt plaziert wurde, welche Rolle dabei Kunstwissenschaftler, Museen und die (sozialen) Medien spielten. Zudem geht es im Vortrag um die Rolle der Restauratoren des Bildes, deren Eingriffe bislang nur unzureichend dokumentiert sind, sowie um dessen Status als Spitzentrophäe im Kontext politischer Strategien.

Prof. Dr. Frank Zöllner
Geboren 1956 in Bremen; 1983 bis 1985 Aby-Warburg-Stipendium in London, The Warburg Institute; 1987 Promotion an der Universität Hamburg mit einer Arbeit über das Thema 'Vitruvs Proportionsfigur'; 1988 bis 1992 wissenschaftlicher Assistent, Bibliotheca Hertziana, Rom; 1995 Habilitation an der Universität Marburg mit einer Arbeit über 'Ausdruck und Bewegung bei Leonardo da Vinci'; seit 1996: Professor für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte an der Universität Leipzig und Direktor des Instituts für Kunstgeschichte. Forschungsschwerpunkte sind Kunst- und Kunsttheorie der Renaissance, Leonardo da Vinci, Aby Warburg und die Leipziger Schule.

 

 

Mittwoch, 13. Februar 2019, 18.15 Uhr

Robert Simon, New York: The Salvator Mundi of Leonardo da Vinci. Chronicle of a Discovery

 

In November 2017 Leonardo’s Salvator Mundi was sold at auction for a price of $450 million dollars, the highest price ever paid for a work of art. Its new-found celebrity has obscured both its art-historical significance and has led to speculation about its origins, authorship, and provenance. Robert Simon, an art historian and art dealer, was one of the discoverers of the painting, and will discuss the painting’s journey from the collection of King Charles I to obscurity in Louisiana, and the research and conservation that established its authenticity.

 

 

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Informationen

Termin: VON Mi 16 Jan 2019 bis Mi 13 Feb 2019

Veranstalter : Zentralinstitut für Kunstgeschichte

In Zusammenarbeit mit : Istituto Italiano di Cultura München

Eintritt : frei


Ort:

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Katharina-von-Bora-Str. 10, 80333 München, Raum 242, II. OG

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